
Wenn eine Pflegekraft ihre Morgenrunde beendet und zum Pflegeposten zurückkehren muss, um ihre Beobachtungen in die Software einzugeben, verliert sie wertvolle Zeit, und Details gehen auf dem Weg verloren. Genau dieses praktische Problem löst die Verbindung zwischen Netsoins und Netmobilite in den EHPAD. Erstere zentralisiert die elektronischen Benutzerdaten (DUI), letztere ermöglicht es, diese in Echtzeit von dem Zimmer des Bewohners oder dem Flur aus zu aktualisieren.
Eingabe am Bett: Was Netmobilite konkret für die Pflegekräfte ändert
Das Versprechen von Netmobilite lässt sich in einem Satz zusammenfassen: die Beobachtung dort eingeben, wo sie stattfindet, ohne auf das Ende des Dienstes zu warten. Es handelt sich um eine mobile Anwendung, die für die Anforderungen vor Ort konzipiert wurde, das heißt, für den Einsatz in Bewegung, mit oft beschäftigten Händen und einer Beleuchtung, die zwischen einem dunklen Zimmer und einem Speisesaal variiert.
Die Informationen, die in Netmobilite eingegeben werden, werden sofort im DUI Netsoins gespeichert, ohne dass eine nachträgliche Eingabe erforderlich ist. Dieser Punkt unterscheidet sich von einem einfachen digitalen Notizbuch. Es gibt keine manuell auszulösende Synchronisation und keine Zwischenablage, die validiert werden muss. Der Pflegekraft notiert eine Änderung im Essverhalten, eine Stimmungsschwankung, eine Hautreaktion, und der koordinierende Arzt sieht die Informationen im zentralisierten Dokument erscheinen.
In der Praxis eliminieren die Integration von Netsoins und Netmobilite die verbleibenden Papierübertragungen und reduzieren die gefürchteten Doppel-Eingaben am Ende des Dienstes, die die Nachtschichten am meisten beunruhigen.

Netsoins als DUI in EHPAD: Rückverfolgbarkeit und Ségur-Konformität
Bei der Auswahl einer Software für die elektronischen Benutzerdaten (DUI) geht es nicht nur um die Benutzeroberfläche. Die regulatorischen Anforderungen wiegen schwer und werden in den kommenden Jahren noch schwerer wiegen.
Was der Ségur des numériques im Gesundheitswesen vorschreibt
Das Ségur-Programm verpflichtet die EHPAD, sich mit einem referenzierten DUI auszustatten, das in der Lage ist, Gesundheitsdaten sicher und interoperabel auszutauschen. Netsoins erfüllt diesen Rahmen mit einer Hosting-Lösung, die den HDS-Normen (Hosting von Gesundheitsdaten) und der DSGVO entspricht. Jede Aktion wird mit einem vollständigen Zugriffshistorie nachverfolgt, was die Einrichtung im Falle einer Kontrolle oder eines Rechtsstreits absichert.
Welle 2 des DUI: Antizipation neuer Anforderungen
Der DUI „Welle 2“ erhöht die funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen für die ESSMS. Einrichtungen, die bereits auf einer korrekt konfigurierten Netsoins-Basis arbeiten, haben einen Vorsprung. Die Rückmeldungen zu diesem Punkt variieren je nach Größe der Einrichtung, aber die Logik bleibt dieselbe: Je mehr das DUI täglich von den Teams genutzt wird, desto weniger ähnelt die Einhaltung den Arbeiten in letzter Minute.
Telemedizin integriert in das Netsoins-Bewohnerdossier
Ein Telemedizin-Modul ist jetzt direkt in Netsoins integriert. Konkret organisieren wir eine Fachkonsultation, ohne den Bewohner zu bewegen, und der Bericht wird automatisch im DUI abgelegt. Für ein EHPAD, das weit von einem Krankenhaus entfernt ist, ändert sich die Situation in mehreren spezifischen Anwendungsfällen:
- Geriatrische Beratung aus der Ferne, wenn der Hausarzt eine zweite Meinung zu einer schnellen kognitiven Verschlechterung wünscht
- Überwachung chronischer Wunden durch einen Dermatologen oder einen Gefäßspezialisten, mit Fotos, die im Dossier integriert sind
- Erneuerung von Rezepten durch den Hausarzt, ohne dass der Bewohner die Einrichtung verlässt
Die Rückverfolgbarkeit des Berichts im DUI verhindert Informationsverluste zwischen dem entfernten Spezialisten und dem Pflegepersonal vor Ort. Es ist nicht mehr nötig, ein per Fax erhaltenes Schreiben zu scannen oder eine telefonische Beratung zu transkribieren.

Netsoins-Konfiguration in EHPAD: Die wichtigen Einstellungen für den Alltag
Die Einführung von Netsoins beschränkt sich nicht auf die Installation einer Software. Die anfängliche Konfiguration beeinflusst die Akzeptanz durch die Teams. Ein schlecht konfiguriertes Tool wird innerhalb weniger Wochen umgangen, und es wird zu Haftnotizen und Übertragungsheften zurückgekehrt.
Die Einstellungen, die beim Start nicht vernachlässigt werden sollten:
- Die Zugriffsrechte nach Profil (Pflegekraft, Krankenschwester, koordinierender Arzt, Leitung) konfigurieren, damit jeder die relevanten Informationen sieht, ohne überflutet zu werden
- Die Eingabemasken an die Protokolle der Einrichtung anpassen, insbesondere für die Ernährungsüberwachung und geriatrischen Bewertungen
- Medikamentenwarnungen und Erinnerungen für wiederkehrende Pflege aktivieren, die das konkretste Sicherheitsnetz gegen Vergessen darstellen
- Gezielte Übertragungen so konfigurieren, dass das Nachteam eine verwertbare Zusammenfassung erhält, nicht einen Rohdatenstrom
Eine Konfiguration, die an die Gewohnheiten des Teams angepasst ist, reduziert die Schulungszeit. Man schult besser, indem man ein Tool zeigt, das bereits die interne Terminologie und die Protokolle widerspiegelt, als die Pflegekräfte zu zwingen, sich an eine generische Benutzeroberfläche anzupassen.
Schulung ohne Überlastung der Zeitpläne
Die Schulung funktioniert besser in Mikrositzungen vor Ort als an einem ganzen Tag im Seminarraum. Einige Minuten zur Eingabe eines Wertes, eine Erinnerung an die gezielten Übertragungen während des Schichtwechsels: Dieses Format der nahen Anleitung verankert die Reflexe. Einrichtungen, die einen Netsoins-Beauftragten pro Dienst benennen, erreichen eine schnellere Akzeptanz als solche, die ausschließlich auf die anfängliche Schulung setzen.
Die Verbindung zwischen Netsoins und Netmobilite ist kein technisches Gadget. Es ist eine organisatorische Entscheidung, die, gut umgesetzt, die Pflegezeit dort zurückbringt, wo sie am meisten fehlt: beim Bewohner. Die Voraussetzung ist, das Deployment nicht als IT-Projekt, sondern als Veränderung der beruflichen Praktiken zu behandeln, mit der entsprechenden Begleitung.